Kieferchirurgie
Über die Kieferchirurgie, ganz allgemein
Aus der Kieferchirurgie hat sich heutzutage schon ein neuer, viel weiterer medizinischer Fachbereich, die Gesichts- und Kieferknochenchirurgie entwickelt. Was man also heute Kieferchirurgie nennt, müsste man richtigerweise als Gesichts- und Kieferknochenchirurgie, also Maxillofaziale Chirurgie bezeichnen.
Schauen wir an dieser Stelle ins Detail gehend, welches die Veränderungen sind, mit deren Heilung oder Korrektur sich die Kieferchirurgie beschäftigt. (Man muss jedoch wissen, dass es häufig eine Überlappung der einzelnen medizinischen Berufe gibt. Also beschäftigt sich nicht nur die Kieferchirurgie, genauer die Gesichts- und Kieferknochenchirurgie-Disziplin mit der Heilung von folgenden Erkrankungen, aber sie stellen auch den untrennbaren Bestandteil dieses Fachbereiches dar.)
- Heilung von Erkrankungen, die zum Gebiss, zu den Kieferknochen gehören (das ist die dentoalveoläre Chirurgie: Entfernen von Zähnen, Zahnwurzeln, chirurgische Methoden für Zahn-Erhaltungsbehandlungen, chirurgische Versorgung von Zähnen, die beim Durchbruch zurückgeblieben sind, entzündliche Veränderungen und Zysten der Kieferknochen usw.) Behandlung, Entfernen von zahnärztlichen Krankheitsherden
- Maxillofaziale Traumatologie: Versorgung von Kieferdurchbrüchen, Gesichtsschädelbrüchen, Unfallverletzungen usw.
- Speicheldrüsen-Chirurgie
- Versorgung von gut- und bösartigen Tumoren in der Mundhöhle und im Gesicht
- Lippen- und Gaumenspalten-Chirurgie
- Chirurgie-Therapie von Gebiss-Anomalien (Dysgnathien)
- Kiefergelenk-Chirurgie
- Chirurgische Lösungen der Präprotetik (vor dem Anfertigen/Tragen von Zahnersatz)
- Zahnärztliche Implantologie
- Craniofaziale Chirurgie (Chirurgie von Gesichts- und Kopfdeformierungen)
Aus Obigem ist ersichtlich, dass dieser Fachbereich schon reichlich über die Bezeichnung "Kieferchirurgie" hinausgewachsen ist.
In der alltäglichen Praxis sind die Probleme, die unter den Punkten 1, 8 und 9 angeführt wurden, die die am häufigsten vorkommen.
