Zahnfüllung

So entsteht Karies
Bakterien ernähren sich von Kohlehydraten und sie bilden Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Karies bildet sich, wenn der Zahnschmelz, auf die Wirkung der Säuren hin, fortlaufend seinen Mineralstoffgehalt verliert, wenn er dünner, porös wird und durch- oder einbricht. Wird das Loch nicht gefüllt, gelangen die Bakterien bis in die Zahnhöhle, was Entzündung und große Schmerzen verursachen kann. Wenn diese Entzündung jedoch nicht behandelt wird, können die Bakterien sogar in den Blutkreislauf gelangen, was zuerst den Kieferknochen und dann auch den gesamten Organismus schädigen kann.
Die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes hängt von fünf Faktoren ab: Vorhandensein von Ablagerung oder Kohlenhydrat, Zurückbleiben von Nahrung im Mund, Häufigkeit der Mahlzeiten und Fehlen von Schutzfaktoren.

Was ist eine Zahnfüllung?
Mit Hilfe einer Zahnfüllung kann der ursprüngliche Zustand und die frühere Form des kariösen Zahns wiederhergestellt werden. Der Zahnarzt entfernt zuerst die kariösen Zahnbereiche, reinigt das betroffene Gebiet, danach füllt er den ausgeputzten Hohlraum mit Füllmaterial und verhindert damit weitere Zahnkaries.

Aus welchen Materialien werden Füllungen gefertigt?
Zahnbehandlungs- und Zahntechnik-Materialien und deren Verfahren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten unheimlich viel gewandelt. So haben sich auch Zusammensetzung und Eigenschaften der Füllstoffe bedeutend geändert.
Moderne, Füllungen in Zahnfarbe oder weiß werden aus Kompositmaterial gefertigt, Inlays aber bestehen aus Gold, Porzellan und Komposit. Früher wurde häufig Amalgam verwendet, was eine quecksilberhaltige Metalllegierung ist, aber diese wird heute - wegen ihres Quecksilbergehalts und der Ästhetik - nur noch selten eingesetzt.

Warum ist Gold am besten?
Weil Gold nicht oxydiert, nicht schrumpft und das das einzige Metall ist, das auch bei hoher Temperatur nicht mit Sauerstoff und Schwefel reagiert. Gold ist für den lebenden Organismus am ehesten das Metall, das er annehmen kann (völlig biokompatibel), dieses Material ruft keinerlei schädigende Wirkung hervor und mit der Verwendung von Gold kann man auch allergischen Reaktionen vorbeugen.

Esztétikus, fogszínű tömések

Füllung ohne Bohren
Während der Behandlung bringt der Arzt ein Gel in den kariösen Zahn ein, das erweicht den geschädigten Teil, indem Aktivchlor, das sich im Gel bildet, das demineralisierte Dentin selektiv aufweicht - während es an dem gesunden Zahnmaterial keinen Schaden anrichtet. Die Einwirkzeit beträgt 30 Sekunden, diese kann man, nach dem Entfernen des erweichten Bestandteils, bei Bedarf wiederholen.
Die Anwendung dieser Methode wird in Fällen empfohlen, wo eine schonende, sichere und möglichst schmerzfreie Kariesentfernung erforderlich ist, so z.B. bei Wurzelkaries sowie bei der Zahnbehandlung von Kindern und ängstlichen Erwachsenen.
Die Entfernung des Materials, das vom Gel aufgeweicht worden ist, erfolgt mit Handinstrumenten und das verursacht schon keine bedeutende Unannehmlichkeiten mehr - auch ohne örtliche Betäubung nicht.

Wurzelbehandlung, Wurzelfüllung
Wenn der Karies sich schon in einem Maß ausbreitet hat, dass die Ansteckung den Zahnpulpa-Hohlraum erreicht, dann wird die Entzündung der dort befindlichen Äderchen und Nerven geradezu unerträglich und es tritt ein meistens nachts auftretender, pochender Schmerz auf. (Der pochende Schmerz wird durch die Entzündung der Nerven verursacht - für den ziehenden Schmerz jedoch ist Eiter verantwortlich, der wegen entstehender Gase und Bakterien produziert worden ist.)
Wenn der Zahn einen kräftigen Stoß erhält, kann die Zahnpulpa sogar ohne Anzeichen absterben. Das wird häufig nur zufällig beim evtl. Anfertigen einer Röntgenaufnahme entdeckt (wenn eine Veränderung an der Wurzelspitze zu sehen ist bzw. wenn sich der abgestorbene Zahn verfärbt hat). Ist die Zahnkrone in einem so starken Grad beschädigt, dass der Bruch den Nervenkanal erreicht, kann ebenfalls eine Wurzelbehandlung nötig werden.

Damit die Wurzelbehandlung nicht weh tut...
Wenn ein Patient mit starken Schmerzen hier ankommt, dann besteht der erste Schritt in der medikamentösen Schmerzlinderung. Bei einer Wurzelbehandlung ist es zweckmäßiger, ein stärkeres Betäubungsmittel anzuwenden, das eine 4mal intensivere Wirkung als herkömmliches Lidocain hat. Befindet sich der Zahn in akut entzündetem Zustand, dann kann es trotzdem vorkommen, dass man keine vollständige Betäubung erreichen kann. In einem solchen Fall kann man mit Hilfe eines auf den Nerv aufgebrachten Gels erreichen, dass der Nerv, bis zur nächsten Behandlung, schmerzlos abstirbt und dann kann die Behandlung schon wirklich schmerzlos stattfinden.
Der Zahn wird - wenn nötig, sogar mehrfach - mit einem desinfizierenden und beruhigend wirkenden Arzneimittel verschlossen, damit die Heilung eintreten kann. Die endgültige Wurzelfüllung gelangt erst danach in den Zahn.

An Stelle von Ersatz: Wurzelbehandlung
Einen abgestorbenen oder weh tuenden Zahn herauszuziehen geht am leichtesten und einfachsten, aber man darf nicht vergessen, dass man den entfernten Zahn danach irgendwie ersetzen muss. Wenn man das versäumt, dann wächst der Zahn, der sich in der
gegenüberliegenden Zahnreihe befindet, immer weiter heraus und die benachbarten Zähne neigen sich in den leeren Bereich herüber und wenn sogar schon mehrere Zähne fehlen, werden die übrig gebliebenen Zähne überlastet. Als Folge dessen kann man in Bälde sogar mehrere Zähne verlieren. Vielmehr kann das Problem sich sogar auch auf das Kiefergelenk ausweiten. Aus diesem Grund sollte man, wenn möglich, den Zahn nicht herausziehen lassen, sondern lieber mittels Wurzelbehandlung retten!

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