Kronen, Brücken

Warum ist der Ersatz von fehlenden Zähnen wichtig?
Die Ästhetik ist nur ein Grund unter vielen. Einen schmerzenden oder abgestorbenen Zahn zu ziehen ist die leichteste Lösung, aber man sollte nicht vergessen, dass der entfernte Zahn danach irgendwie ersetzt werden muss. Zahnlosigkeit - sogar das Fehlen eines einzigen Zahnes - kann den Biss schädlich beeinflussen und wenn man den Ersatz versäumt, dann wächst der Zahn, der sich in der gegenüberliegenden Zahnreihe befindet, immer mehr heraus und die benachbarten Zähne neigen sich in den leeren Bereich herüber und wenn sogar schon mehrere Zähen fehlen, werden die übrig gebliebenen Zähne überlastet. Als Folge dieser Erscheinungen kann man in Bälde sogar mehrere Zähne verlieren. An den Stellen der fehlenden Zähne beginnt der Knochen mit der Zeit zu schwinden, zu schrumpfen, was das spätere evtl. Einsetzen von Zähnen erschwert. In den Spalt, der an der Stelle des herausgezogenen Zahns entstanden ist, können auch Speisereste gelangen, was zu weiterer Zahnverschlechterung und auch zu Zahnfleischerkrankungen führen kann.

Über herausnehmbaren Zahnersatz, ganz allgemein
Herausnehmbarer Zahnersatz ist eine Prothese, die der Patient eigenhändig, auch ohne ärztliche Hilfe entfernen kann. Das ist wichtig, weil die Aufrechterhaltung der Mundhygiene nur mit der jeden Tag und gründlich erfolgenden Reinigung von Prothese und Mundhöhle gesichert werden kann - na und jeden Tag kann man ja nun doch nicht zum Zahnarzt gehen.
Heutzutage sind auch schon die herausnehmbaren Gebisse kaum wahrnehmbar, sie sind bequem, aber an ihr Tragen muss man sich gewöhnen, was Tage und bei sensibleren Menschen sogar Wochen dauern kann.

Woraus werden die dritten Zähne gefertigt?
Ein künstliches Gebiss wird im Zahntechnik-Labor, aufgrund eines abgenommenen Abdrucks, maßgeschneidert gefertigt. Das Grundmaterial des Gebisses besteht aus fleischfarbenem Kunststoff, der sich dem Zahnfleisch anpasst. Die obere Prothese bedeckt teilweise oder völlig den Gaumen, während die untere Prothese hufförmig ist. Das Skelett des Gebisses kann auch ein Metallnetz enthalten. Die Zähne werden im Allgemeinen aus Kunststoff gefertigt und befinden sich im Einklang mit der Farbe von natürlichen Zähnen, was vor allem bei Teilprothesen wichtig ist.

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Herausnehmbare Vollprothese
Eine Vollprothese wird für den völlig zahnlosen Mund gefertigt. Die Vollprothese ersetzt sämtliche Zähne im Ober- und/oder Unterkiefer. Diese Methode wird angewendet, wenn aus irgendeinem Grund die Wiederherstellung nicht auf andere Weise gelöst werden kann. Die Fixierung der Vollprothese erfolgt aufgrund der anatomischen Beschaffenheiten der Kieferknochen sowie durch die Saugwirkung des Gaumens, durch Aufdrücken. Bei der Unterkieferprothese aber ist die Fixierung durch die Gravitation gesichert. Beim unteren Gebiss kann bei vielen, wegen der ungünstigen anatomischen Bedingungen, die Anfertigung einer perfekt stabilen Prothese auf Schwierigkeiten stoßen.
Das Material von Prothesen in Form einer Vollplatte kann aus hartem Acryl oder aus flexiblem Kunststoff bestehen.
Das Tragen der Prothese kann in der ersten Zeit ein beträchtliches Diskomfort-Gefühl verursachen, weil sie im Mund einen etwas größeren Raum als die natürlichen Zähne einnimmt, aber dieses unangenehme Gefühl geht nach Ablauf einer gewissen Zeit (nach Tagen, Wochen) vorbei.


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Was ist eine Teilprothese (kombinierte Prothese)?
Die Verbindung aus herausnehmbarem und befestigtem Zahnersatz nennt man kombinierten Zahnersatz. Der herausnehmbare Teil ist nicht erkennbar, er ist mit einer speziellen Fixierungstechnik versehen.
Bei Zahnersatz mit Teilplatte befinden sich im Mund noch einige Zähne (aber deren Position und/oder Anzahl macht die Anfertigung eines fixen Ersatzes nicht möglich), diese steigern in großem Maße die Stabilität des Zahnersatzes. Das Material des Zahnersatzes kann vollständig aus Kunststoff oder aus einer Kombination von Metall und Kunststoff bestehen. Beide Arten verfügen über Fixierungsklemmen, die die Prothese an ihrem Platz halten. Diese Klemmen sind kaum wahrnehmbar, aber sie können, in Abhängigkeit von ihrer Position, beim Lächeln oder Mundöffnen evtl. zu sehen sein. Ihr Vorteil besteht darin, dass der Zahnersatz dünn ist, die Größe der Grundplatte kann verringert werden, deshalb wird die Gewöhnungszeit wesentlich verkürzt und darüber hinaus stört er weniger das Geschmacksempfinden.
Wegen der routineartigen Anwendung der zahnärztlichen Implantation ist die Anfertigung solches Zahnersatzes in der letzten Zeit zurückgegangen.

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Woraus werden Kronen gefertigt?
Sie können vollständig aus Metall, aus Keramik - mit Metallgerüst oder mit Edelmetallgerüst oder rein aus Keramik gefertigt werden. Bei den Metallen werden Goldlegierung, sonstige Legierungen (Palladium, Nickel oder Chrom) verwendet. Porzellankronen mit Metallgerüst und Vollkeramikkronen sehen so aus wie gesunde, ursprüngliche Zähne. Vollkeramikkronen werden ohne Metall gefertigt, sie sind kräftig und ihr Äußeres stimmt mit dem der Porzellankronen überein, deshalb können sie in jedem Bereich des Mundes angewendet werden.

Kronenarten, je nach Material
Metall-Keramik-Krone: Diese Krone wird umgangssprachlich als Porzellankrone bezeichnet, obwohl sie auf ein spezielles Metall gefertigt wird, also besteht sie nicht völlig aus Porzellan. Die Farbe der Verblend-Keramik wird mit Hilfe des sog. Farbschlüssels ausgewählt, indem sich nach den anderen Zähnen bzw. nach dem Bedarf des Patienten gerichtet wird. Das Porzellan verblendet das Metall völlig. Dieser Zahnersatz hat eine lange Lebensdauer und kann auch ästhetisch nicht bemängelt werden. Die lange Lebensdauer wird einerseits durch die Qualität des Verblendmaterials und andererseits durch das Metallgerüst gesichert. Das Material des Metallgerüsts kann verschiedener Art sein.
 

Galvano-Goldkrone: Der Teil unter dem Verblendmaterial, also das Gerüst wird galvanisch gefertigt, dadurch kann außerordentliche Genauigkeit erreicht werden.

Galvanische Zirkonkrone: Deren Gerüst wird ebenfalls galvanisch gefertigt, aber das Gerüstmaterial besteht hier aus Zirkon, ist also metallfrei. Die Genauigkeit ist auch hierbei ersten Ranges.
 

Metallfreie Keramikkrone (Jackett-Krone): Das ist vielleicht die perfekteste Kronenart, sie kann aber nur als Solokrone verwendet werden (also kann daraus keine Brücke gefertigt werden) und sie ist sehr teuer. Sie entspricht auch den höchsten ästhetischen Erwartungen.

Zirkon-Keramik-Krone (Zirkonoxydkeramik): Brücke, die mittels Inlay fixiert wird: Wenn die benachbarten Zähne dazu geeignet sind, dass anstelle von Kronen Inlays, also Einsätze die Prothese befestigen. Das muss man sich so vorstellen: Das in der Mitte befindliche Brückenglied wird in den beiden Nachbarzähnen von füllungsartigen Einsätzen fixiert, die also gleichzeitig als die "Füllungen" der benachbarten Haltezähne und als Fixierung des Brückegliedes funktionieren.
 

Auf Implantate gefertigte Kronen und Brücken: In der äußeren Erscheinung unterscheiden sie sich nicht von den auf Zähnen zu befestigenden Brücken und Kronen, nur in der Technologie. Ihre Fixierung kann entweder mit Kleben oder auch mit Verschraubung erfolgen.

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Metallfreier Zahnersatz
Porzellanschalen
Jackett-Krone
Zahnersatz, der mit CAD/CAM-Technologie hergestellt wird

Porzellan-Schalen, Keramik-Schalen (Veneers)
Meistens sucht der Mensch dann seinen Zahnarzt auf, wenn ihn starke Zahnschmerzen plagen oder ein sichtbarer ästhetischer Defekt seine Frontzähne ereilt. Letzterer kann aus Folgendem bestehen: Zahnschmelzfehler, Entwicklungsfehler, weite Zahnabstände (Diastema-Zähne), Verfärbung, Verfärbung nach Wurzelbehandlung, in Folge eines Unfalls abgebrochener Schneidezahn usw. Auf all diese Probleme kann die Anfertigung von Porzellanschalen eine Lösung darstellen. Mit Hilfe der Schalen kann die Farbe, Form und Größe der Zahnabstände von Frontzähnen bedeutend verändert werden. Ihr Vorteil besteht außerdem darin, dass der Eingriff mit geringem Verlust an Zahnmaterial einhergeht, denn es wird nur vom Zahn, in Lippenrichtung eine dünne Schicht abgeschliffen, die mit der Schalenstärke (0,5 - 1 - 1,5 mm) übereinstimmt.
Vom Aspekt der Herstellung und des Aufsetzens her, gibt es zwei Schalentechnologien: direkte und indirekte Schalen.

Die direkte Schale wird vom Zahnarzt, aus verschiedenen, speziell für diesen Zweck entwickelten Füllmaterialien gefertigt.

Indirekte Schalen, die vom Zahntechniklabor, aufgrund des vom Zahnarzt gefertigten Abdrucks gefertigt werden, werden auf den Zahn geklebt. Ihr Material besteht aus reinem Porzellan; mit ihrer Anwendung kann man völlig die Ästhetik eines schönen Gebisses zurück verleihen, praktisch können sie in die Form gebracht werden und den Farbton erhalten, die gewünscht werden und zwar so, dass man keine Krone darauf fertigen musste.
Oberfläche und Farbe der Schale ändern sich auch nach Jahren nicht, durch die Materialhärte und -festigkeit bilden sich keine Ablagerungen. Da sie kein Metall enthält, kann sie auch bei Patienten mit Metallallergie angewendet werden.

Jackett-Krone
Für die Widerherstellung der Frontzähne dient metallfreier Zahnersatz, die sog. Jackett-Krone, deren Material aus reinem Porzellan besteht. Ihre außerordentlich vorteilhafte Eigenschaft besteht darin, dass man mit dieser Methode völlig naturgetreuen Zahnersatz herstellen kann, dessen Farbe mit der von den natürlichen Zähnen übereinstimmt. Ein Nachteil der Jacket-Krone ist die Tatsache, dass man beim vorbereitenden Schleifen von jeder Oberfläche des Zahnes eine große Menge an Zahnmaterial entfernen muss, deshalb wird diese Technologie nur für die oberen Schneidezähne empfohlen.

Kronen und Brücken, die mit CAD/CAM-Technologie gefertigt werden (Zirkon)
Das Anfertigen von modernem und ästhetischem Zahnersatz ist heute ohne metallfreie Technologie nicht mehr vorstellbar. Das Metall wird hierbei von einem speziellen Material, dem Zirkonoxyd (ZrO2) ersetzt, aus dem das Gerüst des Zahnersatzes gefertigt wird. (Diese Keramik wird übrigens schon seit mehr als 20 Jahren bei der Herstellung von künstlichen Hüftprothesen eingesetzt.)
Bei der Herstellung der Zirkon-Krone oder -Brücke bereitet der Zahnarzt, nach örtlicher Betäubung, die Zähne vor (schleift sie ab), danach macht er einen Abdruck davon. Die Daten des daraus zu fertigenden Modells werden im Zahntechnik-Labor von einem speziellen Scanner abgetastet, übers Internet nach Schweden, in die internationale Herstellerzentrale weitergeleitet und dort wird, indem die menschlichen Fehler behoben werden, von einer computergesteuerten Spezial-Drehmaschine - der als Roboter arbeitet - mit einer Genauigkeit von einem tausendstel Millimeter, das Gerüst des Zahnersatzes herausgearbeitet (das ist die CAD/CAM-Technologie). Auf dieses so gefertigte Gerüst, gelangt dann in Ungarn die Porzellanverblendung, in der entsprechenden Farbe und Form.
Die perfekte ästhetische Wirkung ist der Tatsache zu verdanken, dass die Farbe des Gerüsts und des aufgesetzten Verblendungsmaterials übereinstimmt.

Zahnersatz, der ohne Schleifen, mit computergestützter Technologie hergestellt wird
Inlay, Onlay, Overlay (Einsatz)
Laut der herkömmlichen zahnärztlichen Versorgung werden, beim Fehlen von einem oder zwei Zähnen, die begrenzenden Zähne für Kronen abgeschliffen und dann werden die fehlenden Zähne mit einer drei- oder viergliedrigen Brücke ersetzt. Wenn sich die begrenzenden Zähne - die sog. Pfeilerzähne - in schlechtem Zustand befinden, dann ist dieses Verfahren perfekt, denn es werden nicht nur die fehlenden Zähne ersetzt, sondern die sich in schlechtem Zustand befindlichen, verbliebenen Pfeilerzähne werden geschützt und aufgebaut. Bei einem gesunden oder nur wenig geschädigten Zahn jedoch wird von dieser herkömmlichen Technik zu viel gesundes Zahnmaterial benötigt. Für die Krone muss man nämlich die gesunde Schmelzoberfläche ringsherum vom Zahn abtragen. Das erscheint bei einem weniger kariösen oder mit einer kleineren Füllung versehenen Zahn, als überflüssiger Zahnmaterialverlust.

Für die Behebung des obigen Problems wurden Brücken mit sog. Inlay-Verankerung, einfacher als Zahnersatz ohne Abschleifen bezeichnet, erfunden. Anstelle des Abschleifens der Zähne, die die fehlenden Zähne begrenzen, wird mittels Ausputzen und Umgestaltung des Hohlraums, der sich durch Karies oder Füllung gebildet hat, eine spezielle Kavität gebildet. Sowohl in dem Zahn vor den fehlenden Zähnen, als auch in dem Zahn dahinter wird eine solche kleine Kassette benötigt. In diese beiden Kassetten wird die endgültige Brücke geklebt, die so einerseits die fehlenden Zähne ersetzt und andererseits auch die gebildeten Kassetten (wo ursprünglich der Karies war) ästhetisch ausfüllt.
 

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